MPU Haaranalyse

Die MPU Haaranalyse und wann es sich empfiehlt diese durchzuführen. Mit der MPU Haaranalyse und dem Drogentest werden Sie auf Abgabe von Untersuchungen aufgefordert. Erfahren Sie von uns den Ablauf all dieser Prüfungen.

Die MPU Haaranalyse und wann es sich empfiehlt diese zu machen

Droge ist nicht gleich Droge und es gibt einige Punkte, die jede/r Fahrerlaubnisbewerber/in und Fahrerlaubnisinhaber/in beachten sollte. Im fahrerlaubnisrechtlichen Sinne wird zwischen „weichen“ und „harten“ Drogen differenziert. Weiche Drogen sind Cannabisprodukte wie Marihuana. Diese Produkte führen, wenn überhaupt, zu psychischer Abhängigkeit. Wer gelegentlich weiche Drogen konsumiert, den Konsum und die Teilnahme am Straßenverkehr strikt trennt, hat seitens der Ordnungsorgane nichts zu befürchten.

Lediglich diejenigen, die beides nicht voneinander trennen, erweisen sich als charakterlich ungeeignet, ein Kraftfahrzeug zu führen. In der Regel führt das dazu, dass Betroffene mindestens ein halbes, in der Regel ein ganzes Jahr Drogenabstinenz nachweisen müssen um ein medizinisch- psychologisches Gutachten mit positiver Prognose erhalten zu können, welches die zuständige Fahrerlaubnisbehörde in derartigen Fällen fordert.

Führen eines Kraftfahrzeuges seitens der Behörden

Bei den Konsumenten wird die charakterliche Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeuges seitens der Behörden nicht angezweifelt sondern unmittelbar aberkannt. Bei Bekanntwerden wird die Fahrerlaubnis grundsätzlich sofort, unter Anordnung der sofortigen Vollziehung, entzogen. Grundsätzlich führt der Besitz dieser Produkte nicht zwangsläufig zu Zweifeln an der charakterlichen Eignung, welche eine medizinisch- psychologische Untersuchung zur Folge hat. Der Besitz kann aber dazu führen, wenn zuvor der Konsum im Zusammenhang mit dem Führen eines Fahrzeuges aktenkundig geworden ist.

Zu den harten Drogen zählen Kokain, Heroin, Amphetamine, Metamphetamine, synthetische Drogen wie Speed und vieles mehr. Harte Drogen führen oft zu psychischer und physischer Abhängigkeit. Sie sind für Konsumenten erheblich gefährlicher und führen nicht selten zum Tode. Wird der Konsum harter Drogen den Fahrerlaubnisbehörden bekannt, führt das immer zur Entziehung der Fahrerlaubnis.

Konsum harter Drogen

Wer die Neuerteilung der Fahrerlaubnis begehrt, muss sich einer medizinisch- psychologischen Untersuchung unterziehen. Hierbei ist für eine positive Prognose eine nachgewiesene Drogenabstinenz von einem Jahr erforderlich. Dies gilt auch für erstmalige Bewerber um eine Fahrerlaubnis von denen der Konsum harter Drogen aktenkundig geworden ist.

Fatal ist gegenüber Ordnungskräften die Behauptung, man besitze harte Drogen für den Eigenkonsum. In diesen Fällen braucht die Fahrerlaubnisbehörde nicht zu prüfen, ob Konsum tatsächlich vorlag. Sie unterstellt in diesem Fall die charakterlich fehlende Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen. Auch hier ist eine medizinisch- psychologische Untersuchung mit positiver Prognose Voraussetzung für die Erteilung einer Fahrerlaubnis.

Die Untersuchungsmethode und die angewandte Technik sind gleich wie bei einer offiziellen (anerkannten) Haaranalyse, so dass man sich auf dem Befund ruhig verlassen kann, wenn die Probe in einem qualifizierten Labor untersucht wurde.

Der Abbau der Substanzen vom Körper

THC Konsumenten: In den Haaren kann THC nachgewiesen werden. Wenn Sie mit dem Konsum aufgehört haben, sollten Sie ausreichend Zeit vergehen lassen, bis Sie die Haaranalyse in Auftrag geben. Bei starkem und regelmäßigem Konsum müssen Sie noch länger warten, weil im Körper noch Abbauprodukte eingelagert sein können, die noch längere Zeit brauchen, bis sie vom Körper abgebaut sind. Exakte Zeitvorgaben sind schwierig zu machen. Der Nachweis der Substanzen kann mit mehrere Faktoren zusammenhängen: Qualität und Intensität der konsumierten Droge, persönlicher Stoffwechsel usw.

Der Abbau der Substanzen vom Körper ist nicht bei jeden Menschen gleich. Bei zwei Personen gleichen Geschlechts, Körpergröße und Körpergewicht kann der Abbau der Substanzen unterschiedlich sein. In der Regel baut eine sportliche Person schneller die Substanzen ab. Kokain Konsumenten: Kokain und sein Metabolit Benzoylecgonin können in den Haaren nachgewiesen werden. Unter Fachleuten herrscht die Meinung, dass „Kokain die Haare liebt“.

Um ganz sicher zu sein, dass in Ihren Haaren kein Kokain und Benzoylecgonin festgestellt werden kann, sollten Sie das Haarsegment analysieren lassen, das sechs Monate nach Abstinenzbeginn gewachsen ist (dh.12 Monaten nach Ende des Konsums warten, um ganz sicher zu sein, dass ihre 6cm Haarlänge, vom Kopfhaut gemessen, sauber sind.) Grund dafür, dass es so lange dauert, sind unter anderem die sogenannten telegene Haare (abgestorbenen Haare) die den Befund (falsch) beeinflussen können. Daher empfiehlt sich bei Kokainkonsumenten, dass sie 2-3 Wochen nach Abstinenzbeginn ihre Abstinenz für das erste halbe Jahr durch einen Urinkontrollprogramm (UK) nachweisen.

Die Abstinenz durch einen Urinkontrollprogramm

Nach sechs Monaten können sie entscheiden ob sie die Abstinenz durch einen Urinkontrollprogramm weiter belegen möchten oder ihre Haare wachsen lassen möchten. Alkohol (ETG) Der Konsum vom von Alkohol kann in den Haaren durch das Abbauprodukt ETG nachgewiesen werden. Mit der Haaranalytik können wir sehr genaue Informationen über den Alkoholkonsum erhalten. Anhand des festgestellten ETG kann man unterscheiden ob Alkoholabstinenz, moderater Konsum oder ein übermäßiger Konsum vorliegt. Hier eine Tabelle: (Maximal erlaubte Haarlänge für die Untersuchung 3cm) Alkoholabstinenz oder äußerst seltener Konsum: < 7pg/mg Moderater Konsum*: 7 – 30pg/mg Übermäßiger Konsum: >30pg/mg *Normaler Konsum bzw. kontrollierter Umgang mit Alkohol.

Während es bei Drogenanalytik nur den positiven oder negativen Befund gibt, kann bei Alkohol die Abstinenz, der übermäßige Konsum und der normale (moderate) Konsum unterschieden werden. Die telegenen Haare können den ETG Befund bis zu 3 Monate (ggf. noch länger) belastend mit beeinflussen. Es empfiehlt sich daher, die erste Haaranalyse erst 6 Monate nach Abstinenzbeginn zu veranlassen. Diese Empfehlungen müssen unter Umständen im Einzelfall abhängig vom Konsummuster und den individuellen Bedingungen nach Beratung angepasst werden.

Zur Testzwecken darf jeder die Haare schneiden und an das Labor versenden. Die Untersuchungsmethode und die angewandte Technik sind gleich wie bei einer offiziellen (anerkannten) Haaranalyse, so dass man sich auf dem Befund ruhig verlassen kann, wenn die Probe in einem qualifizierten Labor untersucht wurde.

Die MPU Stellen dürfen solche Befunde nicht anerkennen

Die MPU Stellen dürfen solche Befunde nicht anerkennen, weil unterschiedliche Qualitätskriterien nicht eingehalten werden. Die entnehmende Person muss eine entsprechende Qualifikation nachweisen können, dies ist z.B. ein Arzt mit entsprechender Zusatzqualifikation, der aber nicht der behandelnde Arzt sein darf. Wenn Sie MPU Haaranalyse prüfen möchten können Sie uns gerne kontaktieren.

Die offizielle (anerkannte) Haaranalyse dürfen laut der z.Z. gültigen Beurteilungskriterien zur Fahreignungsbegutachtung 3. Auflage folgende Stellen durchführen: Arzt einer Begutachtungsstelle für Fahreignung (BfF) Arzt eines Gesundheitsamtes Facharzt für Verkehrsmedizin mit einer Zusatzgenehmigung (Schulung) vom Labor Oder die forensisch akkreditierten Labore selbst Alle Ärzte müssen für die Haaranalytik geschult sein und eine entsprechende Qualifikation nachweisen können. Andere Stellen, wie Hausärzte oder Fachärzte, Beratungsstellen usw. sind hierfür nicht zugelassen. Daher erkundigen Sie sich bitte vorher, ob die oben genannten Voraussetzungen vorliegen, bevor Sie sich für eine Stelle entscheiden.