MPU Idiotentest

Jedoch ist der MPU Idiotentest ein alter umgangssprachlicher Begriff geblieben. Die heutige medizinisch-psychologische Untersuchung ist jedoch mit der damaligen Untersuchung kaum zu vergleichen.

Geschichte zum MPU Idiotentest

Zum Ende der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts war die theoretische Fahrerlaubnisprüfung im Vergleich zur heutigen, inhaltlich eher übersichtlich und einfach. Damals musste zum MPU Idiotentest, wer die theoretische Fahrerlaubnisprüfung drei Mal nicht bestanden hatte und dennoch eine Fahrerlaubnis begehrte. Es ist daher leicht nachvollziehbar, dass im Volksmund für die MPU schnell der Begriff „Idiotentest“ kreiert wurde.

Der MPU Idiotentest wurde im Laufe der Zeit den jeweiligen Erfordernissen angepasst, jedoch ist der alte umgangssprachliche Begriff geblieben. Die heutige medizinisch-psychologische Untersuchung ist jedoch mit der damaligen Untersuchung kaum zu vergleichen.

MPU Anfechtung des medizinisch-psychologischen Gutachtens

Sollten Sie berechtigte Argumente gegen ein negatives Begutachtungsergebnis oder einen Bescheid der Fahrerlaubnisbehörde haben, beraten wir Sie hinsichtlich einer erfolgversprechenden Vorgehensweise.

Gutachten mit positiver Prognose

Sie sind nun um einen großen Erfahrungsschatz reicher und haben Einblicke und Erkenntnisse zu Ihrem eigenen Fahrverhalten gewonnen. Wenden Sie Ihr neues Wissen an und genießen Sie das gute Gefühl ein Fahrzeug verantwortungsvoll zu führen. Sollten nach der erfolgreichen Beendigung Ihrer MPU Beratung bei uns Fragen auftauchen, zögern Sie nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Wir stehen Ihnen gerne auch nach dem Wiedererlangen Ihrer Fahrerlaubnis mit Rat und Tat zur Seite. Wir wünschen Ihnen eine gute Fahrt und kommen Sie jederzeit wohlbehalten an Ihr Ziel.

Bedingte Eignung

Konnten Sie mit dem medizinisch-psychologischen Gutachten die gegen Sie gerichteten Zweifel an Ihrer Fahreignung nicht gänzlich ausräumen, werden Sie von dem Gutachter als bedingt geeignet ein Kraftfahrzeug zu führen eingestuft. Dieser Entscheidung liegen oft medizinische Faktoren zugrunde, wie Herzerkrankungen, Schwerhörigkeit, Diabetes, Epilepsie oder auch ein fortgeschrittenes Alter. In diesen Fällen werden medizinische Kontrollen und Nachuntersuchungen in Intervallen angeordnet, in denen Werte überprüft und gegebenenfalls geeignete medizinisch-technische Geräte verordnet werden. Bei Alkohol- und Drogenmissbrauch können trotz Entwöhnungsbehandlung Zweifel geäußert werden, dass der Betroffene die Fahrsicherheit beeinträchtigenden Alkohol- und Drogenkonsum nicht vom Führen eines Fahrzeugs trennen kann.

In der Regel muss daraufhin ein Jahr Abstinenz nachgewiesen werden. Die bedingte, oder auch eingeschränkte, Fahreignung kann also mit bestimmten, individuellen Auflagen versehen werden, die zur Kontrolle des Fahr- und Konsumverhaltens dienen. Dies ist im Grunde positiv zu sehen, da sich bereits leistungsfähiges Fahrverhalten weiter stabilisiert und die Betroffenen dazu anhält, weiter aufmerksam mit der eigenen Verhaltens- und Bewusstseinsänderung umzugehen. Wir begleiten und unterstützen Sie mit unserer umfassenden MPU Beratung in Ihrer ganz persönlichen Situation.

Profitieren Sie von unseren langjährigen Erfahrungen und nehmen Sie Kontakt zu uns auf! Können Betroffene mit Ihren Argumenten den Gutachter nicht vollends davon überzeugen, dass sie keine Anhaltspunkte bieten werden, um an ihrer charakterlichen Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen zu zweifeln dürfen, werden gelegentlich sogenannte Kurse zur Wiederherstellung der Kraftfahreignung als Voraussetzung für ein medizinisch-psychologisches Gutachten mit positiver Prognose empfohlen.

Gutachten mit negativer Prognose

In wenigen Ausnahmefällen beinhaltet das medizinisch-psychologische Gutachten trotz intensiver Vorbereitung eine negative Prognose. Das ist jedoch nur ein weiterer wichtiger Grund, sich noch tiefer mit den eigenen Reaktionsmustern zu beschäftigen und konzentriert auf die Punkte einzugehen, die zum negativen Untersuchungsergebnis geführt haben. Das medizinisch-psychologischen Gutachten gibt Auskunft sowohl über die medizinische als auch über die psychische Fahreignung. Sind die benannten Probleme medizinischer Natur, geben wir Ihnen mit unseren Kooperationspartnern kompetente Ansprechpartner, die Alternativen und neue Wege aufzeigen können.

Für die psychologische Betreuung finden Sie bei unseren Diplom- und Verkehrspsychologen die optimale Anlaufstelle zur Problembewältigung. Das Wichtigste ist in jedem Fall, dass Sie nicht aufgeben. Lassen Sie sich von der medizinisch- psychologischen Untersuchung nicht verunsichern, sondern stellen Sie sich ihr in einem weiteren Anlauf erneut. Wir helfen Ihnen, sich einsichtig und konsequent mit Ihrem Fehlverhalten auseinanderzusetzen. Wir sind mit unserem Engagement und Motivation auf Ihrer Seite.

Bestandteile der MPU

Die Bestandteile der medizinisch-psychologischen Untersuchung sind immer gleich, können in ihrem zeitlichen Ablauf variieren. Nach dem Ausfüllen einiger Fragebögen zu Ihrem Lebenslauf, Ihrer Gesundheit und je nach Sachlage zu Alkohol- und Drogenkonsum werden Sie zu den drei vorgeschriebenen Untersuchungseinheiten gebeten.

Leistungstest

An einem Computertestgerät werden Ihre Leistungen bezüglich der Anforderungen zum verantwortungsvollen Führen eines Fahrzeugs im Straßenverkehr geprüft.

  • Wahrnehmung
  • Reaktion
  • Konzentration

Computerkenntnisse sind hierfür nicht erforderlich. Die Dauer des Tests liegt etwa bei 20 Minuten.

Medizinischer Teil

Bezogen auf Ihre persönliche Situation wird im medizinischen Teil der MPU Ihre allgemeine körperliche und neurologische Verfassung untersucht und Labortests werden durchgeführt. Der medizinische Teil besteht aus mehreren Teilbereichen:

  • Herz und Kreislauf
  • Nerven und Reflexe
  • Leber in Verbindung mit Alkoholmissbrauch
  • Befundüberprüfung in Verbindung mit Drogenmissbrauch
  • Blutentnahme mit anschließendem Labortest
  • Urinscreening mit anschließendem Labortest

Die Dauer der Untersuchung liegt etwa bei 30 Minuten.

Psychologischer Teil

Im psychologischen Teil der MPU besprechen Sie mit einem erfahrenen psychologischen Gutachter die Stationen Ihrer persönlichen Entwicklung in einem Einzelgespräch. Ziel des Gespräches ist die Beurteilung einer wahrnehmbaren Verhaltensänderung und die Einschätzung Ihrer Fahreignung für die Zukunft. Hierbei werden folgende Themen angesprochen:

  • Lebenslauf
  • Familiäre Situation
  • Berufliche Situation
  • und anlassbezogen die Reflexion des Probanden (des/der zu Untersuchenden) über
    Grund der Fahrauffälligkeit
    aktuelle Verhaltensänderung
    Beibehaltung eines Problem bewussten Umgangs

Zum Abschluss des psychologischen Untersuchungsteils erhalten Sie mündlich eine kurze Zusammenfassung des Gutachters. Die Dauer beträgt etwa 45 Minuten.

Innerhalb von zwei Wochen nach der medizinisch-psychologischen Untersuchung erhalten Sie in der Regel das endgültige Untersuchungsergebnis mit ausführlicher Auflistung und Prognose. Mit einer intensiven MPU Vorbereitung im Vorfeld steigern Sie Ihre Chancen auf ein positives Ergebnis gleich beim ersten Versuch und damit den Erhalt einer neuen Fahrerlaubnis von der Fahrerlaubnisbehörde.

MPU wegen:

  • Drogen
  • Alkohol
  • Punkte
  • Verhaltensauffälligkeiten

Die Kosten für eine medizinisch-psychologische Untersuchung sind in der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr geregelt und betragen je nach Sachlage und Fragestellung des MPU Untersuchungsauftrages zwischen 350 und 750 Euro. Die Kosten ergeben sich aus der/den Fragestellungen der Fahrerlaubnisbehörde. Weitere Nebenkosten entstehen eventuell im Vorfeld wegen geforderter Haar-, Urin- und Bluttests.