Häufige Fragen rund
um das Thema MPU
Vorbereitung und
Führerschein

MPU Vorbereitung und die Sperrfrist/vorzeitige Aufhebung

Wird die Fahrerlaubnis von einem Gericht entzogen, verhängt das Gericht eine Sperrfrist, in der Regel zwischen sechs und zwölf Monaten, aber auch länger.

Erst drei Monate vor Ablauf der Sperrfrist kann ein Antrag auf Wiedererteilung der Fahrerlaubnis gestellt werden.

Die Fahrerlaubnisbehörden gehalten zu diesem Zeitpunkt daran zu erinnern, dass ein Antrag auf Erteilung einer Fahrerlaubnis gestellt werden kann und die Unterlagen zu benennen, welche dazu erforderlich sind.

Mit der verhängten Sperrfrist sollen Betroffene Gelegenheit erhalten, die Gründe zu analysieren, die zur Entziehung der Fahrerlaubnis geführt haben und einsichtig werden. Die Sperrfrist dauert mindestens drei Monate. Ist innerhalb der vergangenen drei Jahre bereits eine Sperrfrist verhängt worden, verlängert sie sich auf ein Jahr. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Sperrfrist vorzeitig aufgehoben werden. Hierzu zählt der Nachweis über geeignete Maßnahmen, die das Gericht davon überzeugen, dass bereits eine positive Verhaltensänderung eingetreten ist. Die Sperrfrist kann durch das zuständige Gericht vorzeitig aufgehoben werden, wenn neue Tatsachen vorliegen, die eine andere Beurteilung begründen können.

Mit einer vorzeitigen Aufhebung der Sperrfrist gelangen Sie schneller wieder in den Besitz einer Fahrerlaubnis

Das risikobewusstere Verhalten des Antragstellers Teilnahme an Aufbauseminaren Verkehrstherapie Selbsthilfegruppen MPU Vorbereitung – Beratung/positives MPU-Gutachten Mit einer vorzeitigen Aufhebung der Sperrfrist gelangen Sie schneller wieder in den Besitz einer Fahrerlaubnis. Damit auch Sie die notwendigen Voraussetzungen erfüllen, helfen wir Ihnen mit unserem ganzheitlichen Beratungskonzept, einen erfolgversprechenden Weg für eine vorzeitige Aufhebung der Sperrfrist einzuschlagen.

Fahreignungsregister auch „Verkehrssünderdatei“ genannt

Im Fahreignungsregister werden unter anderem Informationen über Zuwiderhandlungen und die dafür vergebenen Punkte der Verkehrsteilnehmer gespeichert.

Auskunft erhalten Betroffene selbst und berechtigte Stellen wie Gericht, Polizei, Fahrerlaubnisbehörden, Staatsanwaltschaft und Bußgeldbehörden.

Seit dem 1. Mai 2014 werden die bis dahin in das damalige Verkehrszentralregister eingetragenen Punkte für das neue Punktesystem umgerechnet. Wenn Sie vorsorglich Ihren aktuellen Punktestand in Flensburg erfahren wollen, finden Sie unter www.kba.de weitere Informationen und das entsprechende Antragsformular. Fahreignungsseminar (FES) Punkteabbau ist auch vorsorglich möglich.

Das Fahreignungsseminar

Wenn Ihr Punktestand bis zu fünf Punkten beträgt, können Sie freiwillig mit Ihrer Teilnahme an einem Fahreignungsseminar Ihr Saldo um einen Punkt verringern. Das Fahreignungsseminar besteht aus zwei Teilen, die im zeitlichen Abstand voneinander absolviert werden:

1. Der verkehrspädagogische Teil (2 x 90 Minuten) mit einwöchigem Abstand
2. Der verkehrspsychologische Teil (2 x 75 Minuten) mit dreiwöchigem Abstand

Im ersten Teil der Maßnahme werden Ihnen jeweils Kenntnisse bzgl. der Straßenverkehrsvorschriften vermittelt und es wird eine Selbstreflexion über das eigene Fahrverhalten ermöglicht. Im zweiten Teil wird Ihr Fahrverhalten analysiert und es werden Lösungsansätze entwickelt. Abschließend werden Strategien zur Verbesserung des eigenen Fahrverhaltens verfestigt und Sie erhalten eine Teilnahmebescheinigung zur Vorlage bei Ihrem zuständigen Straßenverkehrsamt. Diese Maßnahme dürfen Sie einmal in fünf Jahren durchführen und der Kostenrahmen für ein Fahreignungsseminar liegt bei etwa 460,00 Euro. Die Teilnahme am Fahreignungsseminar wird im Fahreignungsregister registriert.

MPU die gesetzlichen Grundlagen der medizinisch-psychologischen Untersuchung

Auf welcher Rechtsgrundlage dürfen die Fahrerlaubnisbehörden überhaupt eine MPU anordnen? Kann ich mich dagegen wehren? Muss ich die MPU Vorbereitung machen?

Zunächst ist das Straßenverkehrsgesetz (StVG) die maßgebliche Rechtsgrundlage, dazu kommt die spezielle Rechtsnorm, die sich aus der Verordnung über die Zulassung von Personen zum Straßenverkehr (Fahrerlaubnis-Verordnung – FeV) und deren Anlagen 4, 5 und 6 zusammensetzt. In den §§ 11, 12, 13 und 14 FeV sind die Gründe der fehlenden Eignung unterteilt und geben vor, durch welche Art von Gutachten die Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen nachzuweisen ist. Es ist zu unterscheiden, ob es um eine Erteilung einer Fahrerlaubnis oder um eine Entziehung der Fahrerlaubnis geht.

Mit § 2 Absatz 4 StVG hat der Gesetzgeber definiert, wer zum Führen eines Kraftfahrzeuges geeignet ist. „Geeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen ist, wer die notwendigen und körperlichen Anforderungen erfüllt und nicht erheblich oder nicht wiederholt gegen verkehrsrechtliche Bestimmungen oder gegen Strafgesetze verstoßen hat.“ Das heißt im Umkehrschluss, ungeeignet sind diejenigen, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen. Gegen Personen, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, hegen die Fahrerlaubnisbehörden berechtigte Zweifel an der Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen (Eignungszweifel).

Die Erfahrung zeigt jedoch

Wehren können sich Bewerber/innen um eine Fahrerlaubnis oder Inhaber/innen einer Fahrerlaubnis gegen die Anordnung zur Beibringung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens nicht unmittelbar. Weder im sogenannten Vorverfahren (Widerspruchsverfahren) noch mit einer Klage. Jedoch ist auch die Rechtmäßigkeit der Anordnung einer Begutachtung zu prüfen, wenn die Fahrerlaubnisbehörde aufgrund des medizinisch-psychologischen Gutachtens verwaltungsrechtliche Entscheidungen trifft.

Verwaltungsrechtliche Entscheidungen in diesem Sinne sind:

  • die Festsetzung von Kosten für die Anordnung der Begutachtung und auch die Entscheidungen dass:
  • die Fahrerlaubnis entzogen (mit Entziehungsbescheid) wird oder
  • der Antrag auf Erteilung einer Fahrerlaubnis abgelehnt (mit Versagungsbescheid) wird.

Die Erfahrung zeigt jedoch, dass unberechtigte (rechtswidrige) Anordnungen zur Beibringung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens äußerst selten sind. Das heißt, Widersprüche oder Klagen dagegen sind so gut wie aussichtslos. Lassen Sie sich ganz unverbindlich von uns beraten zum Thema MPU Vorbereitung.

Bedenken gegen die Eignung

Nach § 2 Absatz 8 kann die Fahrerlaubnisbehörde bei Bekanntwerden von Tatsachen, die Bedenken gegen die Eignung oder Befähigung des/der Bewerber/s/in um eine Fahrerlaubnis begründen anordnen, dass der/die Antragsteller/in ein Gutachten oder Zeugnis eines Facharztes oder Amtsarztes, ein Gutachten einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung oder eines amtlich anerkannten Sachverständigen oder Prüfers für den Kraftfahrzeugverkehr innerhalb einer angemessenen Frist beizubringen hat. Hierbei ist zu beachten, wird das Gutachten nicht in der angemessenen Frist beigebracht, darf die Fahrerlaubnisbehörde auf die fehlende Eignung schließen. Jedoch sind die Fahrerlaubnisbehörden bei der Verlängerung von Fristen erfahrungsgemäß großzügig, da keine Gefahr von diesem Personenkreis für andere Verkehrsteilnehmer ausgehen dürfte.

Wird die Beibringung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens von Inhaber/innen einer Fahrerlaubnisgefordert, haben die Fahrerlaubnisbehörden die Fristen stets zu überwachen, schließlich bestehen gegenüber diesem Personenkreis berechtigte Zweifel an der Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen. Diese Personen können eine Gefahr für die anderen Verkehrsteilnehmer darstellen, die es abzustellen gilt.

Paragraph 3 Absatz 1 StVG wird in Verbindung mit § 46 Absatz 3 FeV als Rechtsgrundlage für die Anordnung zur Beibringung eine medizinisch-psychologischen Gutachtens angewendet.

Gerne vereinbaren wir einen Termin, damit keine Frage offen bleibt.

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